Praktikum in Uganda

Wie wäre es mit einer Reise? Das Land, die Menschen und die Kultur hautnah selbst zu erleben…
In Uganda einzutauchen und eigene Erfahrungen zu sammeln!?

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ERFAHRUNGSBERICHT DANIELA BILSTEIN

“Ich habe einen Monat in Uganda verbracht. In diesem Monat habe ich so viele spannende Erfahrungen gemacht, wie zuhause wohl in einem ganzen Jahr nicht. Gleichzeitig habe ich mich trotz all der neuartigen und teilweise verwirrenden Eindrücke gut aufgehoben gefühlt. Der deutschsprachige Betreuer Sean hat mich vom Flughafen abgeholt, mir die Umgebung gezeigt und sich immer gut um mich gekümmert. Das hat mir das Einleben in den ugandischen Alltag erleichtert.

Eine zusätzliche Besonderheit an meinem Aufenthalt in Uganda waren die Dreharbeiten eines Videojournalisten von Focus TV. Er hat mich in der ersten Woche begleitet: In den Slum, ins Projekt von Hoffnung Spenden und auf Safari. So habe ich mein anfängliches Willkommensprogramm sozusagen im Schnelldurchlauf erlebt. Dieses Programm bestand aus einer Führung zu den Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Praktikantenhauses, einer Feier im Slum, sowie Musik- und Tanzvorführungen von den Jungs im Projekt.

Schon früh habe ich außerdem einen Eindruck von den Kontrasten des Landes gekriegt – Arm und Reich, Stadt und Land, Schwarz und Weiß. „Hello, Mzungu!“, „Mzungu, how are you?“, riefen mir die Leute nach. „Mzungu“, das heißt „weißer, reicher Mensch“. Manchmal hat es mich gestört, so genannt zu werden. Schließlich bin ich – wenn auch weißer und reicher als der Durchschnittsugander – auch nur ein normaler Mensch. Mit der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt. Gleiches gilt für die nicht vorhandene Straßenverkehrsordnung in Kampala und für das afrikanische Zeitgefühl. Sie waren eben Teil des Abenteuers Uganda.

Im Mittelpunkt dieses Abenteuers standen jedoch die Menschen in meinem Umfeld: Der Videojournalist Andi, Sean und die anderen Praktikanten im Haus. Im Slum von Katwe habe ich außerdem viel Zeit mit Yusufu verbracht. Er ist der Sohn des Bürgermeisters von Katwe und engagiert sich stark für mehrere NGOs. Zusammen sind wir oft durch die Gegend gefahren, um Schulgelder zu zahlen, um den kleinen Luuka ins Krankenhaus zu bringen, oder um eine Schule für die geistig behinderte Asha zu finden. Mit Juma und Tadeo habe ich mich auch sehr gut verstanden. Sie sind die Wachmänner im Praktikantenhaus, aber manchmal hat Sean sie auch als Bodyguards mitgeschickt, wenn ich ausgehen wollte. Sie sind beide sehr freundlich, lustig und hilfsbereit. Im Laufe der Zeit sind sie mir zu guten Freunden geworden.

Und schließlich waren da natürlich die Jungs aus dem Projekt: Wasswa, Pascal, Odoto und all die anderen. Sie alle haben in ihrer Vergangenheit schlimme und teilweise traumatische Erfahrungen gemacht. Gleichzeitig waren sie immer freundlich zu mir und geduldige Trommel- und Fußballlehrer. Und genauso wie Uganda selbst tragen sie viele Kontraste in sich – Trauer und Freude, Schwäche und Stärke, Gemeinschaftssinn und Egoismus. Das hat sie für mich so faszinierend gemacht. Sie sind ganz normale Jugendliche, die zur Schule gehen und sich nachmittags mit Freunden treffen und spielen. Und trotzdem ist da viel mehr. Ich habe meine Zeit in Uganda genossen. Ich war sehr glücklich dort. Natürlich gab es manchmal auch schwierige Momente, aber im Nachhinein gehören sie dazu. Durch sie und die vielen schönen und einmaligen Erlebnisse wurde mein Aufenthalt in Uganda für mich etwas Besonderes. Eben ein Abenteuer.”

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