Robert Ssepijja

Robert ist 13 Jahre alt, besucht regelmäßig die Schule und wohnt in unserem Jungenheim in Kampala.

Bernadette lernte Robert auf ihrer zweiten Ugandareise kennen. Sie besuchte damals ein Aufbewahrungslager für Straßenkinder. Unter all den Kindern nahm Bernadette mit Erschrecken den erst 4jährigen Robert war, der bereits seit einem Jahr dort gefangen war. Sie brachte ihm Kleidung und forschte nach Angehörigen. Sie selbst konnte seine Freilassung nicht erwirken.

Durch die Hilfe der anderen Kinder und Roberts eigener Erinnerung kamen Bernadette und ihre Helfer auf die Spur der Großmutter. Diese war und ist seine einzige lebende Verwandte. Schließlich fanden sie Maria Nakariri in den Slums von Kampala. Als sie von ihrem Enkel erfuhr, weinte sie. Sie hatte damals nicht verhindern können, dass der Kleine, der lediglich ein Stückchen vor ihr lief auf den Lastwagen verfrachtet und abtransportiert wurde.

Maria war krank, als Bernadette sie fand, und konnte daher den beschwerlichen Weg von Busfahrt und zweistündigem Fußmarsch noch nicht auf sich nehmen. In Deutschland fand Bernadette aber Sponsoren, die die ärztliche Behandlung Marias bezahlten und auch die weitere Patenschaft für Maria und Robert übernahmen. Trotzdem gelang es der Großmutter und den Mitarbeitern von Hoffnung Spenden e.V. die Freilassung des Jungen zu erwirken.

Bernadette reiste wieder nach Uganda, begleitet Maria zum Aufbewahrungslager und nach einigem Verhandeln durften sie Robert mitnehmen.

Der Junge lebte dann bei seiner Oma in den Slums und besuchte regelmäßig die Schule.

Im Jahr 2014 war Maria aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr in der Lage für Robert zu sorgen. Er fehlte zunehmend in der Schule und übernahm scheinbar immer mehr den Haushalt. Daher bot Bernadette beiden einen Wohnraum im Nebengebäude des Jungenheimes an. Maria wollte ihr Heim nicht aufgeben, nahm für Robert aber das Angebot dankend an. Seitdem lebt er während der Schulzeit im Haus von Hoffnung Spenden e.V.. In den Ferien und auch an einigen Wochenenden lebt er bei seiner Großmutter. Die Mitarbeiter von Hoffnung Spenden kümmern sich um Maria.

Hoffnung Spenden e.V. ist stets bemüht Familien wieder zusammen zuführen, sofern der Wunsch auf beiden Seiten besteht. Leider haben einige Kinder jedoch sehr schmerzhafte, negative Erinnerungen an ihr Familienleben, so dass auch nach Jahren verdrängte Erlebnisse wiederkehren und eine Annäherung nicht möglich machen.

Robert jedoch fühlt sich bei seiner Großmutter, wie auch in unserem Heim gleichermaßen zu Hause. Er liebt Fußballspielen und Fahrradfahren, ist stets fröhlich und hat einen sehr guten Kontakt zu seinen Paten in Deutschland.

November2005           RobertEssen2

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2016 hatte Robert Besuch von seiner Patin Theresia.

Charles Nsubuga

geb. 09.11.19999

Charles wohnt schon seit einigen Jahren bei uns im Haus.

Er lebte mit seinen Eltern und seinen zwei Geschwistern in einem Dorf. Der Vater verließ die Familie und die Mutter schickte Charles zur Tante nach Kampala, da sie für den Unterhalt von drei Kinder nicht aufkommen konnte.

Bei der Tante lebte er ca. 3 Jahre. Sie schlug und misshandelte ihn. In dieser Zeit fand er Freunde unter den Straßenkindern und schloss sich diesen an, um der Gewalt zu entfliehen. Die Schule konnte er nun gar nicht mehr besuchen.

Schließlich kam er vor einigen Jahren am Haus von Hoffnung Spenden e.V. vorbei, sah spielende Jungen und freundete sich mit ihnen an. Da er gern zur Schule gehen wollte und zu dieser Zeit auch ein Platz im Haus frei wurde, konnte er umgehend einziehen.

Im März 2016 begann für Charles ein neuer Lebensabschnitt. Zusammen mit Julius mietete er, unterstützt von Hoffnung Spenden e.V., eine kleine Wohnung mit 2 Zimmern, Toilette und Vorratskammer an. Beide wollen so den nächsten Schritt in ein selbstständiges Leben wagen.

Joshua Wyama

Joshua wurde im Jahr 2008 geboren und ist derzeit der jüngste Junge im Haus.

Bisher lebte er bei seinem Vater. Dieser ist mit der eigenen Lebenssituation überfordert. Durch den Verkauf von Früchten und Süßigkeiten auf der Straße versucht der Vater für den Lebensunterhalt aufzukommen. Joshua hat dadurch nur selten uns unregelmäßig Mahlzeiten erhalten und hat dadurch viele Mangelerscheinungen.

Sein Vater behandelte ihn oft schlecht und schlug ihn auch. Da er selbst nicht in der Lage ist den Jungen zu versorgen, war er froh, dass Joshua in unser Haus aufgenommen wurde.

Bei uns hat sich Joshua zu einem lebensfrohen, aufgeweckten Jungen entwickelt. Hier hat er Zeit und Raum zum Spielen und Freunde treffen. Er hat Freude am Lernen in der Schule und genießt es der Jüngste zu sein.